* PAUL FERSTL liest aus "Das Grab von Ivan Lendl" *

Beginn:
15.11.2022, 19:00 Uhr
Anmeldung:
Anmeldung ist erforderlich bis 15.11.2022, 12:00
Anmeldeformular
Ort:
Steiermärkische Landesbibliothek, Veranstaltungssaal
Kalchberggasse 2 / Joanneumsviertel
8010  Graz
E-Mail: lb-veranstaltung@stmk.gv.at
Web: http://www.landesbibliothek.steiermark.at/
Anfahrt:
Interaktive Landkarte 
Geöffnet:
Mo, Di, Mi, Fr: 9.00-17.00 Uhr
Do: 9.00-20.00 Uhr
Sommer- und Weihnachtsferien:
Mo-Fr: 9.00-13.00 Uhr

Paul Ferstl

Paul Ferstl
Paul Ferstl© Theresa Wey

Geboren 1981 in Leoben, Schriftsteller, Wissenschafter, Wissenschaftsverleger, studierte Komparatistik und Germanistik in Wien und Brüssel, promovierte mit einer Sozialgeschichte des Professional Wrestling. Auslandszivildienst in Rumänien. Zahlreiche Aufenthalte im europäischen Ausland im Rahmen FWF-geförderter Provenienzforschung. Rimbaud-Spezialpreis für kritische Gesellschaftsdarstellung 2001. Diverse literarische Arbeits- und Auslandsstipendien, zuletzt Projektstipendium 2021 des BMKOES. Lebt und arbeitet in Wien. „Das Grab von Ivan Lendl" ist sein dritter Roman. Letzte Veröffentlichung: „Fischsitter" (Milena, 2018)


Das Grab vonIvan Lendl

Das Grab von Ivan Lendl
Das Grab von Ivan Lendl© Milena Verlag

Der ehemalige Zivildiener Ivan stirbt bei einem Unfall während eines Wiederaufbauprojekts in Rumänien. Sein Kumpel Pich will herausfinden, wie Ivan in den letzten Jahren gelebt hat. Als Ivans Schwester Ivanka auch nach Rumänien kommt, beginnen die beiden eine gemeinsame Reise durch das Land. Der starke neue Roman von Paul Ferstl, einem der größten österreichischen Erzähltalente.

Zivildiener in Rumänien und in der Ukraine, in der ausländischen Provinz abgestellte junge Männer, die fern von daheim für wenig Geld schwer arbeiten. Einer davon ist der 19-jährige Zivildiener Pich. Er baut Hütten im Überschwemmungsgebiet, muss mitanpacken, wo er vor Ort gebraucht wird. Zu essen gibt es Eintopf mit viel Zwiebeln, zu trinken gibt es Bier und viel Schnaps, die Not der Bevölkerung bedingt auch die Lebensumstände der Zivildiener. Dann passiert ein Unfall und Pichs Kollege Ivan, der schon länger in Rumänien weilt, weil er nach dem Zivildienst einfach dortgeblieben ist, kommt dabei zu Tode. Ivans Schwester Ivanka kommt zu dem Begräbnis. Sie will herausfinden, wie der Unfall passiert ist, auch, wie und wo ihr Bruder dort lebte und begibt sich auf die Suche. Begleitet wird sie von Pich.
In Rückblenden wird Pichs Beziehung zu Ivan während des gemeinsamen Jahres erzählt. Als im rumänischen Norden ein Zivildienstkollege Selbstmord begeht, steigt der Verdacht auf, dass Ivans Tod kein Unfall gewesen sein könnte.

Paul Ferstls Roman über junge Menschen in einem fremden Land, die sich plötzlich einer Verantwortung stellen müssen, der sie kaum gewachsen sind, über sexuelle Gewalt unter Männern in prekären Lebensumständen, und über die Macht und Ohnmacht des Schweigens.

  

„Paul Ferstl ist ein mitreißender Roman gelungen, der den Spannungsbogen vom ersten bis zum letzten Wort hält." Beatrice Simonsen, Literaturhaus Wien

„Man merkt, dass Dialoge Ferstls Stärke sind. Das ist seine Art zu erzählen." Peter Pisa, Kurier

„Wie er die harte Oberfläche seiner Geschichte aufraut, und wie darunter eine unbeschreibliche Feinfühligkeit spürbar wird, das gehört zu den schönen Geheimnissen in Paul Ferstls Roman." Ingrid Bertel, Radio Vorarlberg Kultur

„Mit sprachlicher Meisterschaft dokumentiert Paul Ferstl in seinem Roman „Das Grab von Ivan Lendl" die Sprachlosigkeit, die aus der Angst entsteht." Bruno Jaschke, Wiener Zeitung

 

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