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Band 2 der Hamerling Gesamtausgabe erschienen

Im Briefwechsel mit Robert Hamerling

Die neue Hamerling-Ausgabe © LB
Die neue Hamerling-Ausgabe
© LB

„Im Briefwechsel mit Robert Hamerling - Korrespondenzen mit Förderern, Weggefährten und jungen Talenten", so lautet der Titel der neuen Hamerling-Ausgabe, die soeben als Band 44 der Veröffentlichungen der Steiermärkischen Landesbibliothek und Band 2 der Hamerling Gesamtausgabe erschienen ist.

 

Über 500 Briefe von 19 Korrespondenzpartnern bilden diese neue Ausgabe, die zwar 100 Seiten weniger hat als Band 1 zur Korrespondenz Hamerlings mit Peter Rosegger, aber immer noch 428 Seiten stark ist. Herausgegeben wurde auch dieser Band von Gabriele Reimann, der niederösterreichischen Germanistin, die sich intensiv mit Hamerling (1830-1889) befasst. Ihr Ziel ist es, letztlich so gut wie alle Quellen, die über den einstmals berühmten Literaten Hamerling noch vorhanden sind, zugänglich zu machen.

Unter den 19 Korrespondenzpartnern sind 18 Männer und Ada Christen als einzige Frau. Der Briefwechsel mit ihr ist unterhaltsam zu lesen, weil sie einfach und unverblümt die Dinge direkt anspricht.

Die anderen Korrespondenzen hat Gabriele Reimann versucht, nach der Rolle der Briefschreiber zu Hamerling zu gliedern. Da sind die Förderer des noch jungen Hamerling, seine Weggefährten in Kunst und Literatur oder die sehr heutig anmutenden Briefwechsel mit den Literaturkritikern, zu denen er ein sehr ambivalentes Verhältnis hatte. Zwei Briefwechsel sind wirklich umfangreich mit jeweils über 100 Briefen. Es ist dies die beinahe lebenslange Korrespondenz mit seinem Freund Fritz Pichler - Letzterer war Archivar am Joanneum. Und der Briefwechsel mit dem jungen Autor Ernst Wechsler, für den Hamerling ein Mentor war.

 

Die Briefe stammen zum überwiegenden Teil aus dem Hamerling-Nachlass an der Steiermärkischen Landesbibliothek, auch aus der Wien Bibliothek im Rathaus, der Österreichischen Nationalbibliothek und einigen deutschen Bibliotheken bzw. Archiven.

 

„Hamerling war ein sehr akribischer Mensch, der über seine Korrespondenzen Aufzeichnungen führte. Nicht nur darüber, wann er wem einen Brief geschrieben hat, sondern auch über den Inhalt derselben. Das ermöglicht uns heute einen Blick in den gesellschaftlichen Alltag dieser Zeit und stellt den Kontext der einen oder anderen Aussage zum Werk Hamerlings deutlicher her, als das bisher der Fall war", so Katharina Kocher-Lichem, Leiterin der Steiermärkischen Landesbibliothek.

 

„Eines der Kernthemen dieser Briefwechsel ist der Anspruch der Autoren, in der schriftstellerischen Tätigkeit den Idealen und Vorstellungen folgen zu wollen, gleichzeitig aber auch die Produkte ihrer literarischen Tätigkeit so gut wie möglich vermarkten zu müssen, um überleben zu können", weist Gabriele Reimann auf einen Aspekt hin, könnte aber zahlreiche andere folgen lassen.

 

„Es ist Aufgabe einer wissenschaftlichen Bibliothek wie der Steiermärkischen Landesbibliothek, die in den Archiven verborgenen Schätze zu heben und zugänglich zu machen. In diesem Fall werden an verschiedenen Stellen vorhandene Briefe zusammengetragen, chronologisch gereiht, inhaltlich geclustert und so ein noch nie dagewesener Blick auf einen heute kaum mehr bekannten Autor ermöglicht", findet abschließend der für die Steiermärkischen Landesbibliothek verantwortliche Kulturlandesrat, Christopher Drexler.

 

 

Im Briefwechsel mit Robert Hamerling

Korrespondenzen mit Förderern, Weggefährten und jungen Talenten

Herausgegeben von Gabriele Reimann

Veröffentlichungen der Steiermärkischen Landesbibliothek, Band 44


Robert Hamerling

Kommentierte Gesamtausgabe

herausgegeben von Gabriele Reimann, Band 2

 

ISBN 978-3-9503989-6-0

Das Buch kostet 25 € und ist in der Steiermärkischen Landesbibliothek und im Buchhandel auf Bestellung erhältlich

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