Prix Styria 2026 zum zehnten Mal verliehen
Seit 2017 verleiht die Steiermärkische Landesbibliothek den Prix Styria, eine Auszeichnung für Abschließende Arbeiten (AHS) und Diplomarbeiten (BHS). 2026 gab es insgesamt 43 Einreichungen von 22 steirischen Schulen. Drei Abschließende Arbeiten sowie drei Diplomarbeiten wurden am Abend des 1. Juli im Veranstaltungssaal der Steiermärkischen Landesbibliothek feierlich prämiert.
„Die Vielfalt der Themen der heuer eingereichten Arbeiten reichen von steirischen Dirndlschnitten, bis zu Persönlichkeiten wie Josef Krainer senior, über anschauliche Pollenanalysen, bis zu Spitalsdebatten und mögliche Lösungen", lobt Katharina Kocher-Lichem, Direktorin der Steiermärkischen Landesbibliothek, die Vielfalt und guten Lösungsansätze von steirischen Arbeiten, die heuer eingereicht wurden.
„Gerade weil die Abschließenden Arbeiten der AHS nicht mehr verpflichtend sind, ist es beeindruckend, wie viele 2026 beim Prix Styria eingereicht wurden - 43 an der Zahl. Ich bedanke mich beim Team der Steiermärkischen Landesbibliothek für das Engagement rund um diesen Preis, das dazu beiträgt, dass viele Arbeiten eingesendet werden. Wichtig ist mir auch ein Dank an die Jury, die sich ehrenamtlich detailliert mit den Arbeiten auseinandersetzte und dafür sehr viele Seiten zu lesen hatte", so Patrick Schnabl, Abteilungsleiter der Abteilung 9 Kultur, Europa, Sport.
Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl: „Mit dem Prix Styria holen wir junge Talente vor den Vorhang, die mit Neugier, Fleiß und Kreativität tief in die steirische Gegenwart und Geschichte eintauchen. Jede dieser Arbeiten zeigt: Die Steiermark ist nicht nur ein Land mit großer Tradition, sondern auch ein Land voller Ideen und Zukunft. Ich gratuliere allen Ausgezeichneten ganz herzlich."
„Zum 10-jährigen Jubiläum erlauben wir uns ein paar statistische Besonderheiten anzuführen. Nur im Jahr 2020 gab es so viele Einreichungen wie heuer. Die Jugend arbeitet gerne wissenschaftlich, vertieft sich in ein Thema und schreibt beispielsweise im AHS-Bereich auch weiterhin Arbeiten, wobei die Schülerinnen und Schüler nunmehr nicht mehr dazu verpflichtet sind. Im Schnitt stammen immer 2/3 der Einreichungen von jungen Frauen und 1/3 von jungen Herren. Heuer kam aber pünktlich zum Start der Fußball-WM eine Einreichung von Mitgliedern der Kampfmannschaft des SV-Übelbach, wo sich zwei junge Herren dem Thema „Training und Regeneration" widmeten", erläutert Evelyn Wagner, die in der Landesbibliothek für den Preis zuständige Referentin.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Prix Styria 2026
für die Diplomarbeiten:
1. Platz „schtairischhess Allfabedt"
Yannis Pagger, HTBLVA Graz - Ortweinschule
2. Platz „Regeneration im Fokus. Leistungssteigerung für die zweite Kampfmannschaft des SV Übelbach."
Fabio Haas, Ahmad Idelbi, HLW Schrödinger
3. Platz „Leitspital Stainach Pürgg oder Plan B?"
Melina Faustner, Kristina Zecevic-Tadic, Lejla Erlbacher, SKI AKADEMIE Schladming
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Prix Styria 2026
für die Abschließende Arbeiten (ABA) - vormals VWA:
1. Platz „Analyse des Polleneintrags von Honigbienen am Standort der Hermann-Kaserne in Leibnitz",
Miriam Neukirchner, BRG Leibnitz
2. Platz „Biokatalytische Herstellung von Nukleosidanaloga",
Katharina Posch, Europagymnasium Leoben
3. Platz „Herausforderungen für die Land- und Forstwirtschaft im unteren
Mürztal im Laufe der Zeit",
Johannes Gahr, Bischöfliches Gymnasium Graz
Die Personen der Prix-Styria-Jury 2026 sind:
Mag.a Lisa Höllebauer, Germanistin, Referentin UNiT und u.a. Mitglied der Jury des Ortwein-Literaturpreises
Dr.in Beatrix Karl, Rektorin der Pädagogischen Hochschule in Graz
Mag. Reinhard Kleindl, Physiker, Wissenschaftsjournalist des Jahres 2024 (Kategorie Tageszeitung) und Spannungsautor (Selbstdefinition)
Mag. Wolfgang Paill, Leiter des Naturkundemuseums im Universalmuseum Joanneum
Die Jury honorierte anerkennend die ernsthafte, umfassende und ideenreiche Auseinandersetzung mit Fragen, die gesellschaftliche Relevanz haben. Die ausgewählten Arbeiten überzeugten durch Detailwissen, interessante Versuchsanordnungen, historische Recherche und vor allem durch die selbständigen Schlüsse, die die VerfasserInnen aus den Forschungs- und Versuchsergebnissen gezogen haben. „Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich", so Rektorin Beatrix Karl für die Jury.





