Link zur Startseite

„Die 1000-jährige Bibliothek” - die Sprache prüfen

Ausstellung Hannes Priesch

Beginn:
15.11.2018, 18:00 Uhr
Hinweis:
Die Ausstellung ist bis 28.2.2019 bei freiem Eintritt zugänglich
Ort:
Steiermärkische Landesbibliothek, Veranstaltungssaal
Kalchberggasse 2 / Joanneumsviertel
8010  Graz
E-Mail: lb-veranstaltung@stmk.gv.at
Web: http://www.landesbibliothek.steiermark.at/
Anfahrt:
Interaktive Landkarte  Zugang zum Veranstaltungssaal der Landesbibliothek erfolgt über die grüne Tür im Joanneumsviertel, Kalchberggasse 2
Geöffnet:
Mo-Fr: 9-17 Uhr
Weihnachtsferien: 9-13 Uhr

Die Ausstellung wird von Hannes Priesch

Eine Seite aus dem Siebdruck-Buchobjekt  © Priesch
Eine Seite aus dem Siebdruck-Buchobjekt
© Priesch

am 15. November 2018 um 18.00 Uhr in der Steiermärkischen Landesbibliothek in Kooperation  mit der Neuen Galerie Graz eröffnet.

Eröffnung:
Katharina Kocher-Lichem, Leiterin der Steiermärkischen Landesbibliothek

Begrüßung:       
Günther Holler-Schuster, Kurator an der Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum Graz, spricht zur Arbeit.                 

Performance-Lesung
aus Adolf Hitler 'Mein Kampf' mit Mariella Widauer, Heinz Trenczak, Markus Waitschacher, Mina Naghibi



Begleitet wird die Ausstellung von einer Lesung am 4.12.2018, 18.00 Uhr
mit David Kranzelbinder, Tanja Peball und Mariella Widauer


Zur Ausstellung:

   Mit einer Gesamtauflage von 12,4 Millionen ist Hitlers "Mein Kampf" bis heute das meistverkaufte Autorenbuch deutscher Sprache. Tabuisierung und Verbot dieser Propagandaschrift nach dem Zweiten Weltkrieg haben nicht den erwünschten Effekt gezeigt, nämlich den "Geist in der Flasche" sicher zu verwahren und von der Allgemeinheit fernzuhalten. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade im „Erinnerungsjahr" 2018 wird sichtbar, wie neonationalistische Ausgrenzungsbewegungen, Rassismus und menschenhassende Rhetorik an Massentauglichkeit gewinnen. 

  Diesen Umstand greift der bildende Künstler Hannes Priesch mit seinem Projekt „Die 1000-jährige Bibliothek" auf. Er vervielfältigt Textauszüge aus "Mein Kampf" mittels Handsiebdruck und stellt daraus Buchobjekte her, welche in Form einer Installation präsentiert werden. Diese Bücher können von den Besucher*innen in die Hand genommen und gelesen werden. Der tabuisierte Gegenstand "Mein Kampf" wird in neuer Weise Material zur Untersuchung und Reflexion. Die semiotische Referenzveränderung erleichtert es, die von Hitler verwendete Sprache zu studieren und sensibilisiert zu werden für die Sprache totalitärer Tendenzen und menschenverachtender politischer Strategien in Vergangenheit und Gegenwart.

Hannes Priesch * 1954 Stmk.
Studium bei Max Weiler an der Akademie der bildenden Künste Wien
1978-1981 Lehrbeauftragter an der Akademie der bildenden Künste Wien
1983-1990 Gründungsmitglied der Gruppe REM, Wien
1990 Chicagostipendium des BMUKK
1990-1995 Atelier in Chicago
1995 New York
2016 Rückkehr nach Österreich.
Lebt und arbeitet in Semriach/Stmk.
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

www.hannespriesch.com

Wir erlauben uns darauf hinzuweisen, dass Sie mit der Teilnahme an der Veranstaltung für Foto-, Ton- und Filmaufnahmen, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen, Ihre Zustimmung erteilen 


 
 

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).