Link zur Startseite

„Schneller Fuß und Pfeilmädchen“

A9-Abteilungsleiter Patrick Schnabl und Bibliotheksleiterin Katharina Kocher-Lichem haben die Ausstellung eröffnet. © LB
A9-Abteilungsleiter Patrick Schnabl und Bibliotheksleiterin Katharina Kocher-Lichem haben die Ausstellung eröffnet.
© LB

Unter diesem Titel präsentiert die Steiermärkische Landesbibliothek in ihrer aktuellen Ausstellung deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur zwischen 1918 und 1938. Von angepassten Mädchenbüchern über die Helden in der Kolonialliteratur bis zu steirischen Lesebüchern reicht der Überblick.

 

Die Ausrufung der Ersten Republik im Jahre 1918 sowie das Ende des Austrofaschismus durch den Anschluss an das Deutsche Reich 1938 bilden die großen Klammern der Ausstellung, die

anhand eigener Bestände der Landesbibliothek zeigt, wie die Kinder- und Jugendliteratur Bestandteil politischer Agitation wurde oder Versuche, sie sich einzuverleiben, scheiterten.

 

„Diese Ausstellung rückt einen Aspekt in den Mittelpunkt, der in der Auseinandersetzung mit der Zeit zwischen dem Ende des ersten Weltkriegs und dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich bisher kaum betrachtet wurde. Damit leistet die Landesbibliothek im Gedenkjahr einen wertvollen Beitrag zur Aufarbeitung dieser Zeit", so Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

 

Die Genres reichen von Bilder- und Erstlesebüchern, Schulbüchern, über Kolonialliteratur, Götter- und Heldensagen bis hin zur Backfischliteratur und stellen für die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit dar, „alte Bekannte" vielleicht sogar aus der eigenen Jugendzeit wiederzusehen. Etwa Hatschi Bratschis Luftballon, die Mädchenbuchreihe Nesthäkchen, Deutsche Volks- und Heldensagen und vieles mehr. „Mit dieser besonderen Ausstellung ist es uns im Jubiläumsjahr 2018 gelungen, neben dem Rosegger-Schwerpunkt ein weiteres Thema zu beleuchten", freut sich Katharina Kocher-Lichem, die Leiterin der Steiermärkischen Landesbibliothek, und betont: „Die Ausstellung überzeugt dabei durch eine kritisch-differenzierte Darstellung der Literatur und ist somit ein bilderreicher Streifzug durch zwei Jahrzehnte."

 

Die Ausstellung kann bis 21. September 2018 im Veranstaltungssaal der Steiermärkischen Landesbibliothek, jeweils von Montag bis Freitag, 9-17 Uhr, besucht werden. Der Eintritt ist frei!

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).