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Rosegger geht online

Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Maximilian Losinschek und Bibliotheksleiterin Katharina Kocher-Lichem (v.li.) © LB
Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Maximilian Losinschek und Bibliotheksleiterin Katharina Kocher-Lichem (v.li.)
© LB

Das Rosegger-Jubiläumsjahr 2018 (175. Geburtstag/100. Todestag) nimmt die Steiermärkische Landesbibliothek (LB) zum Anlass, vor allem unbekannte Dokumente aus dem Nachlass Peter Roseggers zu digitalisieren und auf einem Online-Portal der Bibliothek weltweit zugänglich zu machen.

Der Nachlass Peter Roseggers kam 1932 an die LB, nimmt dort etwa 100 Laufmeter ein und besteht unter anderem aus Manuskripten, Korrespondenzen, Zeichnungen, Tagebüchern, Rechnungsbüchern, Zeugnissen, Ehrungen, Fotoalben, seiner persönlichen Bibliothek und privaten Utensilien wie Brillen, Spazierstöcken oder Manschettenknöpfen. Der Nachlass ist nicht öffentlich zugänglich, es herrscht aber reges öffentliches Interesse daran, zuletzt wieder für die eine oder andere Publikation, die noch in diesem Jahr erscheinen wird.

In Zeiten von Digitalisierung und Barrierefreiheit macht nun auch die LB ihre sogenannten Rara auf einem Repository öffentlich zugänglich. Die LB nennt ihr Repository „RaraBib" und geht heute mit über 1.000 Briefen aus dem Rosegger-Nachlass online. Einige der Briefe sind transkribiert - die Handschrift Peter Roseggers ist nicht leicht und schnell lesbar.

An der LB sind über 1.000 Korrespondenzpartner von Peter Rosegger bekannt. Darunter berühmte Namen wie zB: Theodor Storm, Bartholomäus von Carneri, Hermann Bahr, Bertha von Suttner, Rudolf Hans Bartsch, Felix Dahn, Hans Klöpfer, Marie v. Ebner-Eschenbach (9 Briefe), Gottfried Keller, Leopold von Sacher-Masoch, Paul Heyse (Literatur-Nobelpreisträger), Konrad Deubler (Philosoph), Franz von Defregger (Maler, 45 Briefe) oder Victor von Geramb (Volkskundler).

Hinter den 1.116 Briefen, die nun online sind und die von etwa 250 Korrespondenzpartnern stammen, stehen 4.230 digitalisierte Seiten.

Zudem wurden aktuell Werkmanuskripte, Urkunden und Fotos online gestellt.

Ziel für 2018 und die folgenden Jahre ist, den im Nachlass an der LB vorhandenen Briefwechsel zu digitalisieren, online zu stellen sowie auch viele Briefe zu transkribieren. Für die Transkription einiger Briefe bedanken wir uns bei den Damen und Herren des Roseggerbundes. Auch Kolleginnen und Kollegen, die sich gut in alte Handschriften einlesen können, transkribieren neben der täglichen Arbeit.

Die „RaraBib" der LB ist eine Weiterentwicklung des Programmes webbook, das an der TU Graz (ISDS - Institute of Interactive Systems and Data Science, Fakultät für Informatik und Biomedizinische Technik - Technische Universität Graz) entwickelt worden ist. Im Auftrag der IT-Abteilung des Landes wurde webbook für die Bedürfnisse einer Bibliothek angepasst und so ergänzt wie es sich heute darstellt.

Es handelt sich um eine einfach zu bedienende, selbsterklärende und übersichtliche Datenbank, die eine den hohen Bibliotheksansprüchen gerechte Präsentation der digitalisierten Medien erlaubt. Die Medien sind zudem mit informativen Metadaten versehen.

Rara: das sind besondere Dokumente zB seltene Drucke oder Unikate aus Nachlässen

Repository: Ein Repositorium ist ein verwalteter Ort zur Aufbewahrung geordneter Dokumente, die öffentlich zugänglich sind. Die englische Übersetzung Repository steht umgangssprachlich für die Speicherung von Daten und Dokumenten in der EDV und im Internet. (Wikipedia)

 


Zitate:

LRin MMag.a Barbara Eibinger-Miedl:

„Die Digitalisierung bietet die Chance, seltene Bestände unserer Landesbibliothek für die Öffentlichkeit und damit für neue Zielgruppen verfügbar zu machen. Die mehr als 1.000 Briefe aus dem Nachlass von Peter Rosegger sind ein sehr wertvoller Teil des Erbes der Steiermark und bieten die Möglichkeit, mehr über den wohl bekanntesten steirischen Dichter und die politischen Umbrüche der damaligen Zeit zu erfahren."

 

Mag.a Katharina Kocher-Lichem:

„Die neue digitale Plattform RaraBib bietet der Landesbibliothek die Möglichkeit, einzigartiges Material, das der Öffentlichkeit aus konservatorischen Gründen immer verborgen bleiben müsste, weltweit zugänglich zu machen. So kann damit auch vom Schreibtisch aus wissenschaftlich gearbeitet werden."

 

Mag. (FH) Maximilian Losinschek:

„Die neue Plattform stellt sich einfach bedienbar und übersichtlich dar. Auch wenn sie in Zukunft bereits stark befüllt sein wird, lässt sich unkompliziert darin suchen und schnell zu gewünschten Dokumenten gelangen."

Externe Verknüpfung Hier geht es zur RaraBib!

Rückfragen bei:

Mag.a Katharina Kocher-Lichem

Katharina.kocher-lichem@stmk.gv.at

0316/877-4601

 

Mag. (FH) Maximilian Losinschek

maximilian.losinschek@stmk.gv.at

0316/877-4646

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