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*BODO HELL, Wortmagier, Avantgarde-Künstler und Almhirte*

Beginn:
09.03.2017, 19:00 Uhr
Ort:
Steiermärkische Landesbibliothek, Veranstaltungssaal
Kalchberggasse 2 / Joanneumsviertel
8010  Graz
E-Mail: lb-veranstaltung@stmk.gv.at
Web: http://www.landesbibliothek.steiermark.at/
Anfahrt:
Interaktive Landkarte  Zugang zum Veranstaltungssaal der Landesbibliothek erfolgt über den Lesliehof/Raubergasse im Joanneumsviertel
Geöffnet:
Montag bis Freitag 9-17 Uhr

Biographie:

Bodo Hell © Sigrid Landl-Ausschnitt
Bodo Hell
© Sigrid Landl-Ausschnitt

Bodo Hell, 1943 in Salzburg geboren, lebt in Wien und am steirischen Dachstein, wo er eine Almwirtschaft betreut. Für sein schriftstellerisches Werk - Prosa, Theater, Texte zu Fotos, Film, Musik und bildender Kunst - erhielt er u.a. den Rauriser Literaturpreis 1972, den Erich Fried Preis 1991, den Preis der Literaturhäuser 2003, den Telekom Austria Preis in Klagenfurt 2006.

Bei Droschl lieferbar:

Larven Schemen Phantome (mit Friederike Mayröcker), 1986
666. Erzählungen, 1987
die wirklichen Möglichkeiten (mit Ernst Jandl, 2 Reden), 1992
mittendrin (mit Bildern von Hil de Gard), 1994
Tracht : Pflicht, Lese- und Sprechtexte (2003), Nothelfer, 2008
Bodo Hell Omnibus (exemplarische Texte plus Kommentare), 2013

Ritus und Rita © Droschl-Verlag
Ritus und Rita
© Droschl-Verlag

Wie in seinem 2008 erschienenen Band Nothelfer spielt Bodo Hell auch hier mit den Ikonographien christlicher Märtyrer und Heiliger, vor allem aber mit dem, was sich an Legende und Wissen, an Fakten und Fiktionen rund um sie angelagert hat. Die Kleiderordnung der Muttergottes, die Christmette, die Formen und Klänge der Glocken (Kirche- und Kuh-), Abseitiges und Wissenswertes dazu aus Kunstgeschichte und Brauchtum - all das und mehr speist Bodo Hell seiner unverwechselbaren Dichtungsmaschine ein und wird damit, wie Ernst Jandl über ihn sagte, »mein Lesetempo verlangsamen, nicht die Tätigkeit meines Gehirns«.
Es sind erwartungsgemäß überaus komische - manchmal bizarre und groteske - Details, die da über die verschiedenen Annen, Liesln, Florians, Helenas, Valentins und Ritas zur Sprache kommen, und zwar in der ungemein energetischen Sprache Bodo Hells; er bedient sich dabei unterschiedlicher zeitgemäßer Formen, deren Wurzeln er manchmal schon in kirchlichen Sprechritualen entdeckt (Aufzählungen, Reihungen, Variationen), und immer verpackt er darin eine maximale Wissensfülle aus allen möglichen Kultur- und auch Naturbereichen. Selten ist traditionelles Wissen (und Scheinwissen), Anschauung von Hör- und Sichtbarem, Überlieferung und Distanz so fröhlich und in so fein dosierter Ironie aufgehoben wie bei Bodo Hell!

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