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Geschichte der Steiermärkischen Landesbibliothek

Lesesaal © Steiermärkische LB
Lesesaal
© Steiermärkische LB

Auf Initiative Erzherzogs Johann kauften die steirischen Landstände 1811 den Grazer Lesliehof an und gründeten hier das „Innerösterreichische Nationalmuseum", das bald den Namen „Joanneum" erhielt. Auf Grundlage der reichen musealen Sammlungen aus dem
Privatbesitz des Erzherzogs sollte eine naturwissenschaftlich-technische und eine landeskundliche Sammel-, Forschungs- und Lehranstalt eingerichtet werden.

Die Schenkung und Widmung des Erzherzogs umfasste auch eine großzügige Bücher- und Zeitschriftenspende (ca. 30.000 Exemplare), welche den Grundstock für die errichtete „Lese-Anstalt" bildete. Diese wurde am 1. Jänner 1812 eröffnet und trug den Charakter einer Universalbibliothek.

Entsprechend der Statuten des Joanneums sollte die Bibliothek allen Personen offenstehen und aufgeschlossene „Untertanen" zu „mündigen Staatsbürgern" erziehen. Der erste Betreuer der Bibliothek war ein Redakteur der „Grätzer Zeitung", der Dichter und Maler Ignaz Kollmann.

Der Verlust der technischen Fachbibliothek 1874 nach der Unabhängigkeit der Technischen Hochschule bedeutete für die Bibliothek einen schweren Aderlass. Eine Neuausrichtung als Bücherei des Museums und als selbständiges Bildungsinstitut gaben der Bibliothek ihren ursprünglichen Sinn zurück: Aus der alten Joanneumsbibliothek wurde die neue Landesbibliothek am Joanneum.

Aus Anlass des Jubiläums der 600-jährigen Regierung des Hauses Habsburg setzte der damalige Direktor Hans von Zwiedineck-Südenhorst 1883 einen Neubau durch, der die Einrichtung von drei Lese-, zugleich Vortrags- und Ausstellungssälen ermöglichte.

In die Amtszeit von Dr. Norbert Stücker (1933-1937) fiel unter anderem die Übergabe des umfangreichen dichterischen Nachlasses Peter Roseggers als Dauerleihgabe der Familie an die Landesbibliothek.

Dr. Julius Schütz (1937-1954) ist es zu verdanken, dass während des Zweiten Weltkriegs ein großer Teil des Buchbestandes der Landesbibliothek an geschützte Orte verlagert wurde und nach Beendigung der Kampfhandlungen wieder zurückgeholt werden konnte.

In die Direktionszeit Dr. Berthold Sutters (1962-1967) fällt die Schwerpunktverlagerung auf die Pflege der Geisteswissenschaften.
In den folgenden Jahrzehnten lag der Focus auf der Sammlung, Bewahrung und Erschließung des steirischen Schrifttums.

In den Jahren 2009-2011 erfolgte ein vollständiger Umbau und die Modernisierung der Bibliothek im Joanneumsviertel. Am 26. November 2011 wurde der neue Freihandbereich der Bibliothek eröffnet; seit dem Sommer 2012 ist die Bibliothek wieder in Vollbetrieb.

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